Tarifvertrag lufthansa lsg

Das Unternehmen ist der Ansicht, dass es “Überkapazitäten des Personals” hat, und deshalb will es seine Erwerbsbevölkerung reduzieren und gibt zu, diesen Rückgang durch “tarifliche Arbeitsverträge von kurzer Dauer zur Verkürzung der Wochenarbeitszeit” zu kompensieren. Aber auch andere Maßnahmen werden geprüft. Vor der Vertragsunterzeichnung mit Gategroup müsse Lufthansa die Löhne und Arbeitsbedingungen der LSG-Beschäftigten in einem Tarifvertrag schützen, sagte Verdi-Vertreterin Katharina Wesenick der Nachrichtenagentur Reuters. Die Deutsche Lufthansa AG erklärte am späten Montag, sie wolle bis zum 22. Juni Tarifverträge abschließen, um den Abbau von 22.000 Vollzeitstellen auf dem Rücken der Coronavirus-Pandemie auszuhandeln. Hintergrund des Konflikts ist der bevorstehende Verkauf von LSG Sky Chefs an Gate Gourmet. Die Mitarbeiter der bisherigen Lufthansa-Tochter fürchten deshalb Lohnkürzungen. “Wir fordern die LSG auf, das Einkommen von rund 7000 Beschäftigten durch Tarifverträge zu sichern”, sagte ver.di-Verhandlungsführerin Katharina Wesenick. Bis heute wurde dieses Versprechen des Vorstands nicht eingehalten. “Überkapazitäten des Personals können teilweise durch Kurzarbeit, Tarifverträge zur Arbeitszeitverkürzung oder andere Kostensenkungsmaßnahmen kompensiert werden”, sagte Lufthansa. Derzeit hat der Lufthansa-Konzern einen Großteil seiner Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt, um seine Kosten zu senken. Weitere Krisenabkommen sollen bis zum 22.

Juni abgeschlossen werden. Die Fluggesellschaft sagte, Überkapazitäten könnten sogar noch wichtiger werden, wenn Lufthansa nicht wettbewerbsfähigere Personalkosten umsetze. “Wir wollen daher schnell die dringend notwendigen Krisenvereinbarungen mit unseren Tarifpartnern erreichen”, sagte Michael Niggemann, Vorstandsmitglied Personal und Recht. Die Lufthansa strebe langfristig mehr als 100.000 Arbeitsplätze an, sagte Niggemann. Lufthansa und Verdi haben heute für die rund 28.000 Bodenbeschäftigten von Lufthansa, Lufthansa Cargo, Lufthansa Technik und LSG Sky Chefs in Deutschland langfristige neue Tarifverträge abgeschlossen. Der neue Tarifvertrag sieht eine Gesamtvergütung von bis zu sechs Prozent vor. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 33 Monaten vom 1. Januar 2018 bis zum 30. September 2020. Die Vereinbarung steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Ausschüsse.

Finanzielle Details des geplanten Verkaufs wurden nicht bekannt gegeben. Die Entwicklung folgt, nachdem Lufthansa in der Bekanntgabe des Ergebnisses des dritten Quartals gesagt hat: “Der Verkauf des europäischen LSG-Geschäfts kommt gut voran. Eine vertragliche Vereinbarung sollte wie geplant bis Ende dieses Jahres unterzeichnet werden.” “Ich freue mich, dass wir mit Verdi einen langfristigen Tarifvertrag für unsere größte Mitarbeitergruppe abschließen konnten. Damit haben wir tariflichen Frieden für alle großen Lufthansa-Arbeitnehmergruppen in Deutschland erreicht”, sagt Bettina Volkens. Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa will bis zum 22. Juni mit den Gewerkschaften des Unternehmens “kollektive Krisenvereinbarungen” abschließen, um über die Entlassung von 22 Beschäftigten zu verhandeln. Die Fluggesellschaft strebt an, die Kosten, bei denen Personalkosten eingefügt werden, aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf den Betrieb des Unternehmens zu senken. “Nach unseren aktuellen Annahmen über den Geschäftsverlauf in den nächsten drei Jahren haben wir keine Perspektive, allein bei der Lufthansa einen von sieben Piloten und einem von sechs Flugbegleitern sowie zahlreiche Bodenpersonal einzustellen.